Die Armenspeisung „St. Anton“ in Belozem (Bulgarien)
Bulgarien ist ein Land mit 7,7 Millionen Einwohnern und einer traumhaften Landschaft, die Jahr für Jahr unzählige Urlauber anzieht. In den großen Städten wie Sofia und Plovdiv beeindrucken imposante Bauwerke aus früheren Zeiten und eine Vielzahl orthodoxer Kirchen und Klöster, doch in vielen ländlichen Regionen herrscht Armut.
Belozem ist ein Dorf mit rund 3.500 Einwohnern und befindet sich in einer der ärmsten Gegenden Bulgariens, ca. 25 km von Plovdiv entfernt. Der Großteil der Bevölkerung lebt hier von der Landwirtschaft. Doch aufgrund der hohen Inflation, sehr niedriger Löhne und hoher Kosten für Wasser, Strom und Gas bleibt für viele Familien vom erwirtschafteten Einkommen kaum noch etwas zum Leben. Sie haben Hunger und leiden früher oder später an den Folgen von Mangel- und Fehlernährung. Erschwerend kommt hinzu, dass in der Region über viele Jahre Uranminen abgebaut wurden. Das Resultat sind viele Krebserkrankungen und -todesfälle. Aus diesem Grund gibt es in der Region viele Waisen und Halbwaisen, die besonders stark unter der Not leiden. Ebenso betroffen sind Kinder aus sozial-schwachen Familien sowie ältere Menschen, Kranke und Pflegebedürftige, die kein regelmäßiges Einkommen haben.
Um diesen Menschen zu helfen, haben die Kapuziner der Gemeinde St. Franziskus die Armenküche „St. Anton“ ins Leben gerufen, die seit 2006 von Br. Grzegorz Skrzela betreut wird. Zwei Köchinnen bereiten von Montag bis Samstag täglich ein warmes Mittagessen für rund 80 Kinder und hilfsbedürftige ältere Menschen. Freiwillige Helfer aus Belozem unterstützen die Kapuziner und bringen die Speisen auch in die Häuser der Kranken, Pflegebedürftigen und älteren Menschen, die nicht in das Gemeindehaus kommen können. Außerdem wird ihnen durch Sachspenden wie z.B. Brennholz, Kohle, Kleidung, Medikamente etc. geholfen.
Für die Armenküche „St. Anton“ bekommen die Kapuziner weder kirchliche noch staatliche Zuwendungen. Von Zeit zu Zeit erhalten sie zwar kleinere Lebensmittelspenden von weniger bedürftigen Einwohnern aus der Umgebung, aber für die tägliche Basisverpflegung der Armen reichen diese bei weitem nicht aus. Daher hilft der CED an dieser Stelle die Nahrungsversorgung der Kinder, Alten und Kranken zu sichern.
Die Armenküche „St. Anton“ wird ausschließlich durch CED-Spendengelder finanziert, welche sämtliche anfallenden Kosten (Löhne für die beiden Köchinnen, Nahrungsmittel- sowie Energiekosten) abdecken müssen.
Wie kann ich helfen?
- Mit 1 Euro kann bereits ein warmes Essen ausgegeben werden.
- 80 Euro finanzieren die Mittagsverpflegung für einen Tag für rund 80 bedüftige Personen.
- 2.000 Euro decken die Kosten der Armenküche für einen ganzen Monat (Gehalt der Köchinnen, Strom und Wasser, Nahrungsmittel, Getränke).
- Ausdrucken und verteilen von Flyern, um dieses Hilfsprojekt bekannt zu machen und Spenden dafür zu sammeln
>>> Flyer zur Armenspeisung „St. Anton" in Belozem
(PDF fact sheet: 0,4 MB)
>>> Bildergalerie zur Armenspeisung in Belozem
>>> Interview mit Bruder Gregor: Aus Armenküche erwächst ein soziales Netzwerk
>>> Armut hat viele Gesichter - Bericht vom Projektbesuch im März 2009
>>> Spontane Kleideraktion für Belozem (Februar 2008)
>>> Bildergalerie zur Armenspeisung in Belozem
