Das „Centro Educativo de Salud Integral“ in El Limón und Cibao (Dom. Republik)

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Im Landesinneren der Dominikanischen Republik herrschen vielerorts Armut, Hunger und Krankheit. Tausende von Campesinos (Bergbauern) leben mit ihren Familien im tropischen Regenwald, in Streusiedlungen an der Grenze zu Haiti. Sie wohnen auf engstem Raum in kleinen, zum Teil stark baufälligen Hütten. Der Ernteertrag reicht oft nur spärlich für die ganze Familie. Viele Haushalte verfügen weder über fließendes Wasser noch Elektrizität. Weite Teile der Landregion sind ohne medizinische Betreuung.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ ist erforderlich, um den Campesinos effizient helfen zu können. Diese Tatsache hat das Hilfswerk ILAC (Institute of Latin America Concern) vor 30 Jahren erkannt. Der CED arbeitet seit 15 Jahren mit ILAC zusammen. In dieser Zeit wurden neben Wasserleitungen, Handelsstraßen für die Bergbauern, Ausbildung von Gesundheitshelfern und Krankenpflegepersonal auch zwei Gesundheitszentren aufgebaut. Diese befinden sich in der ländlichen Regionen von El Limón und Cibao Central (Region Arroyo del toro). Dr. Ramón de León und sein Team versorgen im Gesundheitszentrum von El Limón (Centro Educativo de Salud Integral El Limón) ein Einzugsgebiet von mehr als 3.000 Menschen. Dr. Leopoldo Carretero betreut zusammen mit seinem Team im Gesundheitszentrum von Cibao (Centro Educativo de Salud del Cibao) 10 Dorfgemeinschaften mit insgesamt ca. 21.000 Bewohnern. Neben der Behandlung von Krankheiten wird ein besonderes Augenmerk auf die Vorbeugung von Erkrankungen durch Impfungen, Gesundheitserziehung und Grunduntersuchungen von Schwangeren, Säuglingen und Kindern gelegt.

Als der CED vor 15 Jahren in der Dominikanischen Republik sein Wirken begann, gab es für die Landbevölkerung in der Region von El Limón und Cibao central keine medizinische Versorgung. Wer krank wurde, konnte nur hoffen, dass er „von selbst“ wieder gesund wurde, oder er erlag der Krankheit. Durch den Bau der Gesundheitszentren, der Durchführung von medizinischen Aufklärungskampagnen und der Ausbildung von Gesundheitshelfern wurde in diesen ländlichen Regionen eine medizinische Infrastruktur errichtet, die heute rund 25.000 Menschen eine medizinische Versorgung gewährleistet. Die Gesundheitszentren stellen medizinische Außenstationen in den Landregionen dar, die es ermöglicht haben, dass durch ILAC eine weitere zentral gelegene Klinik in Santiago de los Caballeros gebaut wurde, die weiterführende medizinische Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Operationen, medizinische Diagnostik, zahnmedizinische Behandlungen etc.) ermöglicht. Durch die gewachsene medizinische Infrastruktur der letzten Jahre wurden die CED-Gesundheitszentren von offiziellen Gesundheitseinrichtungen mehrfach als „Musterbeispiele“ für die medizinische Versorgung in den Landregionen der Dominikanischen Republik gewürdigt und ausgezeichnet. Durch die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit, die das Hilfsprojekt in den vergangenen Jahren gewonnen hat, wuchs auch die Zahl der nationalen wie internationalen Förderer, sodass die medizinische Hilfe für die Landbevölkerung in der Dominikanischen Republik heute durch die Hilfe vieler – vor allem auch Personen und Institutionen vor Ort – finanziert werden kann.

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