Das HIV/AIDS-Zentrum „Faraja“ in Singida (Tansania)
In Singida, einer Stadt mit ca. einer Million Einwohnern in der gleichnamigen Provinz Tansanias, ist HIV/AIDS wie in vielen Teilen Afrikas ein zentrales Thema und ein wachsendes Problem. Die Anzahl der Hilfesuchenden wird täglich größer und die vor Ort ansässigen Entwicklungshelfer tun alles, was möglich ist, um diesen Menschen zu helfen.
Den Namen „Faraja“ (Swahili „Trost“) trägt das HIV/AIDS-Zentrum in Singida (Tansania), das durch die Ärztin Dr. med. Sr. Marian Sceena und ihre Mitschwestern, dem katholischen Orden der „Medical Missionaries of Mary“ geleitet wird. AIDS-Kranke werden hier nicht nur mit Medikamenten und Nahrungsmitteln versorgt, sondern bekommen auch Hilfe für ihre Familien, z.B. AIDS-kranke Mütter bei der Versorgung ihrer Kinder.
Durch die wachsende Zahl der AIDS-Kranken in Afrika wird auch das Faraja-Zentrum von immer mehr Bedürftigen aufgesucht. Die Räumlichkeiten sind dadurch vollkommen überlastet. Täglich werden HIV-Testungen, Beratungsgespräche, Ernährungsprogramme und AIDS-Therapien durchgeführt. Doch aufgrund der beengten Verhältnisse müssen die unterschiedlichen Hilfeleistungen oft nebeneinander in kleinen, völlig überfüllten Zimmern durchgeführt werden. Dadurch besteht für die Patienten keine Privatsphäre und die Verständigung ist aufgrund der erhöhten Geräuschkulisse erschwert. Die sichere Aufbewahrung von Medikamenten und sonstigen Wertgegenständen ist derzeit nicht möglich und für die Lagerung von Lebensmitteln und sonstigen Hilfsgütern müssen zusätzliche Räumlichkeiten angemietet werden.
Die erfolgreiche Präventions- und Therapiearbeit im Kampf gegen HIV/AIDS soll langfristig fortgesetzt und erweitert werden, denn es stehen genügend Mitarbeiter zur Verfügung. Doch da die beengenden Räumlichkeiten die Hilfeleistung stark einschränken, muss schnellstmöglich ein neues, größeres Gebäude für das „Faraja Centre“ gefunden werden.
Neue Räumlichkeiten ermöglichen es, den täglichen Andrang an Hilfesuchenden standhalten zu können und damit mehr AIDS-Kranken zu helfen.
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