Das Armenhaus „Shanti Bhavan“ in Kozhikode (Indien)

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Im Westen der Südspitze Indiens liegt der Bundesstaat Kerala. Dort an der Malabarküste am Arabischen Meer liegt die Stadt Kozhikode, die größte Stadt im Norden Keralas. Durch ihre Lage am Indischen Ozean galt sie früher als eine der bedeutendsten Handels- und Wirtschaftsstädte. Viele Arme aus der Landbevölkerung der angrenzenden Bundesstaaten kommen nach Kozhikode in der Hoffnung, hier Arbeit zu finden. Doch wie in vielen indischen Städten bleibt diese Hoffnung für die Armen unerfüllt und es erwartet sie ein bitteres Schicksal auf den Straßen der Stadt: ohne Arbeit, ohne Unterkunft und ohne jegliche finanzielle Mittel. Vor allem Frauen, Kinder, geistig und körperlich Behinderte, Kranke und Sterbende sind dem Leben auf der Straße hilflos ausgeliefert.

Seit mehr als 12 Jahren kümmern sich die Kapuziner und die Franziskanischen Clarissinnen der Pfarrei St. Joseph in Kozhikode zusammen mit anderen Helfern unentgeltlich um mehr als 400 Obdachlose und bemühen sich um die Wiedereingliederung der Armen in die Gesellschaft. Vier Armenhäuser werden durch die Kapuziner und Clarissinnen in Kerala erfolgreich betreut. Mit Hilfe von CED-Spendengeldern konnte im Jahr 2006 das fünfte Armenhaus „Shanti Bhavan“ für ca. 70 geistig und körperlich behinderte Obdachlose gebaut werden. Unter der Leitung des Gemeindepfarrers und Kapuzinerpaters Sebastian Thottungal werden den hilflosen Menschen hier ein Dach über dem Kopf, Nahrung und liebevolle Zuwendung geschenkt. Drei Kapuzinerpatres sowie vier Franziskanische Clarissinnen kümmern sich hier um ihre Schützlinge, bereiten die Mahlzeiten für sie zu und binden die Bewohner in leichte Hausarbeiten mit ein. 

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>>> Ambulanzwagen für die Armen in Kerala (2009)