Hilfe zur Selbsthilfe

Oft können bereits mit wenigen Mitteln die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche „Hilfe zur Selbsthilfe“ geschaffen werden.

Unser Beispiel in Tansania:

In über 10 Jahren hat der CED über 500 Mädchen und jungen Frauen in Tansania eine Schulausbildung ermöglicht. Heute üben einige Hundert von ihnen bereits Berufe aus, die anderen stehen noch in ihrer Berufsausbildung. Manche von ihnen arbeiten mittlerweile im Gesundheitswesen als Krankenschwestern, Gesundheitshelfer und sogar als Ärzte. Viele der Schülerinnen sind selbst an Primar- und Sekundarschulen Lehrkräfte geworden. Manche von ihnen sind heute sogar Schuldirektoren an privaten oder staatlichen Schulen. Wieder andere sind Anwälte und Rechtsgelehrte geworden oder betätigen sich im Journalismus. Eine Schülerin ist z.B. Redakteurin eines nationalen Radiosenders. Eine andere Schülerin ist in die Entwicklungshilfe gegangen und wiederum ein weitere Schülerin unterrichtet heute als Professorin an der Universität von Dodoma Physik.

Diese rund 500 jungen Mädchen und Frauen kamen alle aus einfachsten Verhältnissen. Sie waren arm und hatten nicht einmal genügend Geld zum Essen, geschweige denn für Schulgeld. Durch den CED konnten sie eine Schulausbildung erhalten und können heute durch ihre Berufe nicht nur ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten, sondern auch den ihrer Familien. Ebenso stärken ihre Berufe die Infrastruktur im Land und unterstützen dadurch eine „Hilfe zur Selbsthilfe.“

 

Unser Beispiel in der Dominikanischen Republik:

„Hilfe zur Selbsthilfe“ ist erforderlich, um den Bergbauern (Campesinos) in der Dominikanischen Republik auf lange Sicht helfen zu können. Diese Tatsache hat das Hilfswerk „ILAC" (Institute of Latin America Concern) vor 30 Jahren erkannt. Der CED arbeitet seit 1992 mit „ILAC“ als Projektpartner vor Ort zusammen. In dieser Zeit wurden neben Wasserleitungen, Handelsstraßen für die Bergbauern, Ausbildung von Gesundheitshelfern und Krankenpflegepersonal auch zwei Gesundheitszentren aufgebaut. Diese befinden sich in den ländlichen Regionen von „El Limón“ (Arroyo del toro) und „Cibao Central“. Durch den Bau der Gesundheitszentren, der Durchführung von medizinischen Aufklärungskampagnen und der Ausbildung von Gesundheitshelfern wurde in diesen ländlichen Regionen eine medizinische Infrastruktur errichtet, die heute rund 25.000 Menschen eine medizinische Versorgung gewährleistet. Die Gesundheitszentren stellen medizinische Außenstationen in den Landregionen dar, die es ermöglicht haben, dass eine größere zentral gelegene Klinik in Santiago de los Caballeros gebaut wurde, die weiterführende medizinische Behandlungsmöglichkeiten (z.B. Operationen, medizinische Diagnostik, zahnmedizinische Behandlungen etc.) ermöglicht. Durch die gewachsene medizinische Infrastruktur der letzten Jahre wurden die CED-Gesundheitszentren von einheimischen Gesundheitseinrichtungen mehrfach als „Musterbeispiele“ für die medizinische Versorgung in den Landregionen der Dominikanischen Republik gewürdigt und ausgezeichnet. Durch die wirksame Medienaufmerksamkeit, die das Hilfsprojekt in den vergangenen Jahren gewonnen hat, wuchs auch die Zahl der nationalen wie internationalen Förderer, sodass die medizinische Hilfe für die Landbevölkerung in der Dominikanischen Republik heute durch die Hilfe vieler einheimischer Personen und Institutionen finanziert werden kann und nicht mehr auf die ausländische, finanzielle Unterstützung durch den CED angewiesen ist.

 

Unser Beispiel in Südafrika:

Im Jahr 1997 initiierte der CED den Bau des Holy Cross AIDS-Hospiz in KwazuluNatal. Projektleiterin vor Ort ist die Benediktinerschwester Priscilla Dlamini, die gemeinsam mit Bischof Biyase das AIDS-Hilfsprojekt, durch die finanzielle Unterstützung des CED, ins Leben rief. Durch die Renovierung und den Neuaufbau eines Gebäudekomplexes konnte im Jahr 2000 das Holy Cross AIDS-Hospiz eröffnet werden und dient bis heute unzähligen AIDS-Waisen und -kranken, sowie HIV-Infizierten und ihren Angehörigen. Durch die Hilfe des CED hat sich Holy Cross zu einem Musterprojekt im Rahmen der HIV/AIDS-Hilfe im ländlichen Südafrika entwickelt. Regelmäßige Würdigung in nationalen Medien wie auch in der internationalen Presse (u.a. Washington Post) verdeutlichen dies. Auch die deutsche Zeitschrift „Stern“ berichtete in einer Reportage des schwedischen Krimiautors Henning Mankell im Juni 2007 über das Aids-Hospiz Holy Cross der Ordensschwester Priscilla in Südafrika. Durch die öffentliche Aufmerksamkeit die dieses Hilfsprojekt in den vergangenen Jahren gewonnen hat, bekommt das Hilfsprojekt nun auch von anderen Orten national wie international Unterstützung, um ihre HIV/AIDS-Hilfe fortzuführen.